Aktivkohle: Vorteile, Risiken und was die Wissenschaft sagt

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Aktivkohle, auch Aktivkohle genannt, ist eine vielseitige Substanz mit potenziellen gesundheitlichen Vorteilen, die von der Verdauungsunterstützung bis zur Notfallbehandlung von Giften reichen. Obwohl es häufig für die Entgiftung und das Wohlbefinden angepriesen wird, variiert seine Wirksamkeit je nach Anwendung stark, und für einige Anwendungen fehlt eine starke wissenschaftliche Unterstützung. Hier finden Sie eine Aufschlüsselung des aktuellen Verständnisses, der Risiken und der Funktionsweise.

Wie Aktivkohle funktioniert

Die Hauptfunktion von Aktivkohle ist die Adsorption – nicht die Absorption. Das bedeutet, dass Substanzen an der Oberfläche haften bleiben und nicht absorbiert werden. Seine hochporöse Struktur schafft eine riesige Oberfläche, die Giftstoffe, Gase und andere Verbindungen binden kann. Diese Eigenschaft macht es in der Notfallmedizin wertvoll, beeinflusst aber auch, wie es mit Medikamenten und Nährstoffen im Körper interagiert.

Bewährte Anwendungen: Vergiftungen und Überdosierungen

Die zuverlässigste Anwendung von Aktivkohle ist die Behandlung von Vergiftungen und Überdosierungen. Krankenhäuser verwenden hohe Dosen, um die Aufnahme gefährlicher Substanzen wie Carbamazepin, Dapson und Phenobarbital in den Blutkreislauf zu verhindern. Es ist am wirksamsten, wenn es innerhalb der ersten Stunde nach der Einnahme verabreicht wird. Es funktioniert jedoch nicht bei allen Giftstoffen – Alkohole, Lithium, Metalle und ätzende Substanzen sind davon nicht betroffen.

Wichtiger Hinweis: Frei verkäufliche Holzkohleprodukte sind nicht konzentriert genug für den Notfallgebrauch. Im Falle einer Vergiftung suchen Sie sofort einen Arzt auf.

Mögliche Vorteile: Unterstützt durch begrenzte Forschung

Es wurden mehrere andere Verwendungsmöglichkeiten für Aktivkohle untersucht, die jedoch weiterer Untersuchungen bedürfen.

Blähungen und Blähungen

Einige Studien deuten darauf hin, dass Aktivkohle die Gasproduktion reduzieren kann, auch bei Personen mit Überwucherung von Dünndarmbakterien (SIBO). Eine Studie aus dem Jahr 2020 zeigte, dass es bei Ultraschallbildern zu einer Verringerung der gashemmenden Wirkung kam, allerdings waren die Probengrößen gering. Simethicone und Antibiotika sind nach wie vor wirksamere Mittel zur Behandlung von Blähungen.

Durchfall

Aktivkohle kann bei Reisedurchfall helfen, indem sie Bakterien und Giftstoffe bindet. Es kann jedoch auch die Dehydrierung und Nährstoffaufnahme verschlimmern, sodass es für Personen, die bereits unter Flüssigkeitsverlust leiden, ungeeignet ist.

Hautgesundheit

Aktivkohle-Tücher haben sich bei der schnelleren Behandlung von Beingeschwüren als vielversprechend erwiesen als herkömmliche Verbände. Medizinische Aktivkohle ist wirksamer als Pulverform.

Zahnaufhellung

Die Beweise sind gemischt. Einige Studien deuten darauf hin, dass Aktivkohle oberflächliche Flecken entfernen kann, aber auch abrasiv ist und bei längerem Gebrauch den Zahnschmelz angreifen kann.

Cholesterin und Nierengesundheit

Tierstudien deuten darauf hin, dass Aktivkohle den Cholesterinspiegel senken und die Nierenfunktion bei Dialysepatienten verbessern kann. Humanforschung fehlt.

Körpergeruch

Aktivkohle ist ein häufiger Bestandteil von Deodorants, es gibt jedoch keine Studien, die ihre Wirksamkeit bestätigen.

Risiken und Nebenwirkungen

Obwohl Aktivkohle im Allgemeinen sicher ist, birgt sie Risiken:

  • Darmverstopfung: Personen mit bereits bestehenden Problemen mit der Darmmotilität sollten dies vermeiden.
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten: Aktivkohle bindet an viele Medikamente und verringert so deren Wirksamkeit. Vermeiden Sie die Einnahme zusammen mit Verhütungsmitteln, Asthmamedikamenten, Medikamenten gegen Krampfanfälle, NSAIDs und anderen.
  • Nährstoffaufnahme: Es kann die Vitamin- und Mineralstoffaufnahme beeinträchtigen.
  • Verdauungsprobleme: Häufige Nebenwirkungen sind schwarzer Stuhl, Verstopfung, Durchfall und Erbrechen.
  • Aspirationsrisiko: In Notfallsituationen kann es bei halb bewusstlosem oder erbrechendem Patienten zur Aspiration kommen.

Dosierung und Zeitpunkt

Es gibt keine standardisierte Dosierung. Die Nahrungsergänzungsmittel liegen zwischen 250 und 950 mg. Die Notfalldosen sind höher und hängen von der Toxinmenge und dem Körpergewicht ab. Nehmen Sie Aktivkohle auf nüchternen Magen ein, mindestens eine Stunde vor oder nach der Einnahme von Medikamenten.

Fazit

Aktivkohle ist in medizinischen Notfällen, insbesondere bei der Behandlung von Vergiftungen, am wertvollsten. Für andere angebliche Vorteile wie die Unterstützung der Verdauung oder die Heilung der Haut fehlen belastbare wissenschaftliche Beweise. Personen, die eine Verwendung in Betracht ziehen, sollten sich der potenziellen Risiken, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und der Grenzen der aktuellen Forschung bewusst sein. Es ist immer ratsam, vor der Verwendung von Aktivkohle einen Arzt zu konsultieren.