Diabetes und Herzerkrankungen: Eine einheitliche Bedrohung für Ihre Gesundheit

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Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen sind so eng miteinander verbunden, dass viele Experten sie als denselben Zustand betrachten, der sich jedoch auf unterschiedliche Weise manifestiert. Während die Kontrolle des Blutzuckerspiegels für Menschen mit Diabetes von entscheidender Bedeutung ist, ist der Schutz der Herzgesundheit ebenso wichtig, da Komplikationen häufig gemeinsam auftreten. Einige Risikofaktoren wie die Genetik sind unveränderlich, viele können jedoch durch Änderungen des Lebensstils und Medikamente verändert werden.

Die Kernrisiken: Eine Aufschlüsselung

1. Hoher A1C: Erhöhter A1C (durchschnittlicher Blutzucker über drei Monate) schädigt direkt Blutgefäße und Nerven und erhöht das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Herzversagen. Auch Schwankungen des Blutzuckerspiegels tragen zu langfristigen Herzproblemen bei.

So senken Sie Ihren A1C-Wert: Bevorzugen Sie Vollwertkost (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte) gegenüber hochverarbeiteten Lebensmitteln. Regelmäßige Bewegung, Gewichtskontrolle und die Vermeidung des Rauchens sind von entscheidender Bedeutung. Eine kontinuierliche Glukoseüberwachung kann Ihnen helfen zu verstehen, wie sich verschiedene Lebensmittel auf Ihren Blutzucker auswirken, und so eine gezielte Ernährungsumstellung ermöglichen.

2. Nierenschäden: Diabetes führt oft zu Nierenschäden und beeinträchtigt ihre Fähigkeit, Abfallstoffe zu filtern. Jeder dritte Erwachsene mit Diabetes leidet an einer chronischen Nierenerkrankung (CKD), die das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöht – so sehr, dass die Hälfte der Menschen mit fortgeschrittener CNI an Herzproblemen stirbt.

Vorbeugung von Nierenschäden: Kontrollieren Sie Blutzucker, Blutdruck, Cholesterin und Natriumaufnahme. Eine gesunde Ernährung mit mäßiger Proteinzufuhr kann zur Erhaltung der Nierenfunktion beitragen.

3. Hoher Blutdruck: Bluthochdruck wird oft als „stiller Killer“ bezeichnet, da er normalerweise keine erkennbaren Symptome verursacht. Mit der Zeit schädigt hoher Blutdruck die Wände der Blutgefäße und fördert die Bildung von Plaque und Arteriosklerose. Diabetes führt häufig zu hohem Blutdruck aufgrund von Nierenvernarbungen und Blutgefäßversteifungen.

Kontrolle Ihres Blutdrucks: Diät, Bewegung, Gewichtskontrolle und Medikamente sind unerlässlich. Die Begrenzung der Natriumaufnahme (Ziel ist es, weniger als 1.500 mg täglich zu sich zu nehmen) und die Erhöhung der kaliumreichen Nahrung (Obst, Gemüse) können erhebliche Auswirkungen haben. Sogar ein 10-minütiger täglicher Spaziergang kann helfen.

4. Rauchen: Rauchen beschleunigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, indem es die Triglyceride erhöht, das Blutgerinnselrisiko erhöht, Blutgefäße schädigt und die Insulinresistenz verschlechtert. Mit dem Rauchen aufzuhören, reduziert die Risiken für die Herzgesundheit innerhalb von Jahren drastisch. Nach zwei Jahrzehnten ohne Rauchen ist Ihr Risiko vergleichbar mit dem von jemandem, der nie geraucht hat.

5. Hoher Cholesterinspiegel: Erhöhtes LDL („schlechtes“) Cholesterin verursacht Ablagerungen in den Arterien, während niedriges HDL („gutes“) Cholesterin die Entfernung von Cholesterin behindert. Sowohl Diabetes als auch Insulinresistenz tragen zu einem gestörten Cholesterinspiegel bei, was bedeutet, dass eine Änderung des gesunden Lebensstils beiden Erkrankungen zugute kommt.

Verbesserung Ihres Cholesterinspiegels: Konzentrieren Sie sich auf ballaststoffreiche Lebensmittel (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, Bohnen), um Cholesterin zu binden und aus dem Körper auszuscheiden.

6. Übergewicht: Fettleibigkeit fördert Insulinresistenz, Entzündungen und Arteriosklerose. Viszerales Fett (Bauchfett um Organe) verschlimmert die Entzündung der Blutgefäße und beeinträchtigt die Durchblutung. Schon ein Verlust von 5–10 % des Körpergewichts kann die Blutzucker- und Blutdruckkontrolle deutlich verbessern.

Warum das wichtig ist: Das Gesamtbild

Diabetes und Herzerkrankungen treten häufig nebeneinander auf, da ihnen gemeinsame zugrunde liegende Mechanismen zugrunde liegen: Insulinresistenz und Stoffwechselstörungen. Das bedeutet, dass die wirksame Behandlung einer Erkrankung auch der anderen zugute kommen kann. Das Ignorieren eines der beiden Risikofaktoren erhöht die Wahrscheinlichkeit schwerer Komplikationen wie Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und vorzeitigen Tod erheblich.

Die Konvergenz dieser Risiken unterstreicht die Bedeutung eines ganzheitlichen Gesundheitsansatzes – eines, bei dem nicht nur die Kontrolle des Blutzuckers im Vordergrund steht, sondern auch Änderungen des Lebensstils, regelmäßige Untersuchungen und ein proaktives Management herzbezogener Risikofaktoren.

Das Fazit: Bei der Behandlung von Diabetes geht es um mehr als nur um Blutzucker. Um Risiken zu minimieren und die langfristigen Gesundheitsergebnisse zu verbessern, ist ein umfassendes Management der Herzgesundheit – einschließlich Ernährung, Bewegung, Medikamenten und Änderungen des Lebensstils – von entscheidender Bedeutung.