Proteinüberladung: 5 Anzeichen dafür, dass Sie etwas falsch machen

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Die Wellness-Branche hat Protein in alles integriert, von Nudeln bis hin zu Latte Macchiato, und aktuelle Ernährungsrichtlinien deuten darauf hin, dass Erwachsene täglich deutlich mehr Protein zu sich nehmen sollten – zwischen 1,2 und 1,6 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Experten warnen jedoch davor, dass die meisten Menschen bereits genug Protein zu sich nehmen und eine übermäßige Proteinaufnahme zu langfristigen Gesundheitsproblemen führen kann.

Während eine proteinreiche Ernährung für gesunde Menschen nicht unmittelbar schädlich ist, kann eine ständige Überdosierung Warnzeichen auslösen, die Aufmerksamkeit erfordern. Darauf sollten Sie achten:

1. Chronische Dehydrierung

Wenn Sie mehr Protein zu sich nehmen, als Ihr Körper benötigt, arbeiten Ihre Nieren härter, um das Stickstoffnebenprodukt des Aminosäurestoffwechsels zu verarbeiten. Dadurch wird vermehrtes Wasserlassen erzwungen, was zu einer Dehydrierung führt. Zu den Symptomen gehören Durst, Müdigkeit, Schwindel, trockene Haut und eingefallene Augen.

2. Schaumiger Urin: Eine Nierenwarnung

Schaumiger Urin kann auf Proteinurie hinweisen – hohe Proteinwerte im Urin – und möglicherweise auf eine Nierenschädigung hinweisen. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen einer hohen Proteinaufnahme und dieser Erkrankung hin, allerdings sind weitere Untersuchungen erforderlich. Häufiges Wasserlassen begleitet dieses Symptom häufig.

3. Nierensteine: Für manche ein Risiko

Eine übermäßige Aufnahme von tierischem Eiweiß verursacht nicht direkt Nierensteine, kann aber das Risiko erhöhen, insbesondere wenn Sie in der Vergangenheit an Nierensteinen oder Harnwegsinfektionen gelitten haben. Häufiges Wasserlassen zum Ausspülen von Stickstoff kann den Säuregehalt des Urins verändern und die Bildung von Oxalat fördern – einem Schlüsselbestandteil von Nierensteinen.

4. Verdauungsbeschwerden: Unregelmäßiger Stuhlgang

Jede übermäßige Nährstoffaufnahme, einschließlich Protein, kann die Verdauung stören. Bei einer proteinreichen Ernährung mangelt es oft an Ballaststoffen, was zu Verstopfung und Verdauungsproblemen führt. Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zur Regulierung der Darmfunktion.

5. Unerwartete Gewichtszunahme

Obwohl proteinreiche Diäten zur Gewichtsreduktion vermarktet werden, sind sie keine Garantie für Ergebnisse. Wenn Ihre Gesamtkalorienaufnahme hoch bleibt, auch wenn sie hauptsächlich aus Proteinen besteht, kann es zu einer Gewichtszunahme kommen. Die Wirksamkeit hängt von der Aufrechterhaltung eines Kaloriendefizits ab.

Ausgleich der Proteinaufnahme

Die meisten Menschen nehmen ohne bewusste Anstrengung bereits ausreichend Protein zu sich. Eine 3-Unzen-Portion Kabeljau liefert etwa 17 Gramm, während 4 Unzen Hähnchenbrust 26 Gramm liefern – Mengen, die in typischen Mahlzeiten oft überschritten werden.

Priorisieren Sie die Portionskontrolle und diversifizieren Sie Ihre Ernährung mit Vollkornprodukten, Obst, Gemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten. Eine mediterrane Ernährung mit etwa 15 % der Kalorien aus Eiweiß neben gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten ist oft optimal.

Personen mit besonderen Bedürfnissen – etwa Personen, die sich von einer Operation erholen, Spitzensportler oder Personen, die unter altersbedingtem Muskelschwund leiden – können von einer höheren Proteinzufuhr profitieren. Für die meisten ist es jedoch von entscheidender Bedeutung, vor einer wesentlichen Ernährungsumstellung einen Arzt zu konsultieren.

Fazit: Anhaltend übermäßiger Proteinkonsum kann Ihre Nieren belasten und zu unangenehmen oder schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Mäßigung, Ausgeglichenheit und professionelle Anleitung sind für die Erhaltung einer optimalen Gesundheit unerlässlich.