Aufgrund des leicht bitteren Geschmacks und der leicht bitteren Konsistenz schälen viele Menschen die weiße Schicht unter der Schale einer Orange – das Mark – ab. Allerdings ist dieser oft weggeworfene Teil der Frucht überraschend reich an Nährstoffen und bietet gesundheitliche Vorteile, die Ihnen vielleicht entgehen. Deshalb kann es eine einfache Möglichkeit sein, die Aufnahme von Ballaststoffen, Antioxidantien und sogar Vitamin C zu steigern, wenn Sie das Mark Ihrer Orange behalten.
Was genau ist Orangenmark?
Das Mark, in der Fachsprache Albedo genannt, ist die schwammige, weiße Schicht zwischen den Orangensegmenten und der Schale. Es macht etwa 25 % der Frucht aus und besteht hauptsächlich aus Ballaststoffen – insbesondere Zellulose und Pektin. Es kommt nicht nur bei Orangen vor; Zitronen, Limetten, Grapefruits und Pampelmusen haben ebenfalls Mark. Während die meisten Leute es entfernen, bleiben oft kleine Stücke am Fleisch haften, und Experten sagen, dass das Belassen davon den Nährwert Ihres Snacks erhöhen kann.
Warum Ernährungswissenschaftler den Verzehr empfehlen
Laut registrierten Ernährungsberatern ist Orangenmark nicht nur harmlos; es ist eigentlich ganz gesund. Es enthält erhebliche Mengen an Ballaststoffen, Antioxidantien und Vitamin C – manchmal mehr als das Fleisch selbst. Dies ist besonders wichtig, da es in der modernen Ernährung häufig an ausreichend Ballaststoffen mangelt, die für die Gesundheit des Verdauungssystems und des Herzens von entscheidender Bedeutung sind.
Die unerwartete Nährkraft des weißen Marks
Das Mark bietet mehrere wichtige Nährstoffe:
- Ballaststoffe: Sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe sind im Mark reichlich vorhanden. Unlösliche Ballaststoffe unterstützen die Verdauung, während lösliche Ballaststoffe den Cholesterinspiegel senken und den Blutzuckerspiegel stabilisieren können. Pektin, ein Schlüsselbestandteil, bildet im Darm eine gelartige Substanz, die die Verdauung verlangsamt und das Sättigungsgefühl fördert.
- Antioxidantien: Das Mark ist vollgepackt mit Flavonoiden (wie Hesperidin) und Carotinoiden (wie Beta-Carotin). Diese Verbindungen bekämpfen Entzündungen und können das Risiko chronischer Krankheiten wie Herzerkrankungen, altersbedingter Makuladegeneration und bestimmter Krebsarten verringern. Untersuchungen zeigen, dass das Mark mehr Flavonoide enthält als die Frucht selbst.
- Vitamin C und Mikronährstoffe: Während das Fruchtfleisch den Großteil des Vitamin C einer Orange enthält, trägt das Mark zu einem deutlichen Boost bei. Es enthält außerdem geringe Mengen Kalium, das für die Regulierung des Blutdrucks unerlässlich ist.
Mögliche Nachteile: Pestizide und Bitterkeit
Der Hauptnachteil des Verzehrs von Mark ist sein bitterer Geschmack. Darüber hinaus werden Zitrusfrüchte häufig mit Pestiziden und Fungiziden behandelt, die sich eher in der Schale und im Mark als im Fruchtfleisch anreichern. Gründliches Waschen der Orange oder die Auswahl biologischer Alternativen können dieses Risiko mindern. Studien zeigen, dass durch das Schälen der Früchte je nach spezifischer Verbindung bis zu 82–100 % der Pestizidrückstände entfernt werden.
Müssen Sie es essen?
Nein. Sie müssen nicht das Mark essen, um die gesundheitlichen Vorteile einer Orange zu genießen. Allein das Fleisch bleibt äußerst nahrhaft. Wenn Ihnen die leichte Bitterkeit jedoch nichts ausmacht, ist die Beibehaltung des Marks eine einfache Möglichkeit, die Aufnahme von Ballaststoffen und Antioxidantien zu maximieren.
„Wenn Sie etwas mehr für Ihr Geld wollen, kann der Verzehr des Marks eine einfache Möglichkeit sein, mehr Ballaststoffe und Antioxidantien aus einer Orange zu gewinnen“, sagte Avery Zenker, RD.
Letztlich ist es Geschmackssache, ob man sie schält oder isst, aber wenn man den Nährwert dieses oft weggeworfenen Teils der Frucht kennt, kann das Ihre Meinung ändern.


























