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Die PBM-Regulierung birgt das Risiko, dass der Wettbewerb schrumpft und nicht die Kosten sinken

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Die Preise für verschreibungspflichtige Medikamente werden in den USA voraussichtlich erneut steigen, was den Druck auf alle an der Arzneimittellieferkette Beteiligten erhöht. Pharmacy Benefit Managers (PBMs) – die Stellen, die Arzneimittelpreise aushandeln und Apothekenleistungen für Versicherer und Arbeitgeber verwalten – sind heute zentrale Ziele gesetzgeberischer Maßnahmen.

PBMs senken derzeit die Kosten, indem sie sich Rabatte und Rabatte von Arzneimittelherstellern sichern. Diese Einsparungen führen zu niedrigeren Prämien und Auslagen für die Verbraucher. Diese Funktion ist in einem Markt, in dem Pharmaunternehmen Patentschutz nutzen, um hohe Preise aufrechtzuerhalten, von entscheidender Bedeutung.

Kritiker argumentieren jedoch, dass PBMs unnötige Zwischenhändler seien, die Geld umlenken, das andernfalls die Gesundheitskosten senken könnte. Die Kernfrage ist, ob der Wegfall von PBMs tatsächlich die Kosten senken oder die Belastung einfach anderswo verlagern würde.

Vorgeschlagene Reformen, einschließlich der obligatorischen Weitergabe von Herstellerrabatten und Verboten von „Spread Pricing“, erscheinen unkompliziert. Das Ziel ist Transparenz, aber die wirtschaftlichen Folgen könnten kontraproduktiv sein. Bei der Frage geht es nicht um die Absicht, sondern um die Marktdynamik.

Der Wettbewerb existiert über die Großen Drei hinaus

Während der PBM-Markt von drei großen Unternehmen dominiert wird, umfasst er auch eine vielfältige Palette unabhängiger und mittelgroßer PBMs. Diese Firmen bedienen selbstversicherte Arbeitgeber und öffentliche Auftraggeber, indem sie flexible Leistungsgestaltungen und Preisvereinbarungen anbieten, mit denen größere PBMs oft nicht mithalten können. Dieser Wettbewerb ist von entscheidender Bedeutung.

Der Schlüssel liegt in der Wahl: der Fähigkeit der Käufer, zwischen verschiedenen Geschäftsmodellen zu wählen. Eine Regulierung, die eine einheitliche Vergütungsstruktur durchsetzt, verändert nicht nur die Art und Weise, wie PBMs bezahlt werden; Es beseitigt die primäre Art und Weise, wie sich kleinere Unternehmen differenzieren.

Pass-Through-Mandate begünstigen große Player

Befürworter behaupten, dass die Weitergabe von Rabatten eine neutrale Transparenzmaßnahme sei. In Wirklichkeit ist es zutiefst regressiv.

Große PBMs können aufgrund ihrer Größe Umsatzverluste durch begrenzte Rabatte auffangen, indem sie ihre Margen anderswo verlagern. Kleinere, unabhängige PBMs können dies nicht. Viele verlassen sich auf spezifische Preismechanismen zur Deckung der Fixkosten (Technologie, klinische Programme). Ein einheitliches Verbot wirkt wie eine „Compliance-Steuer“, die sie sich nicht leisten können.

Darüber hinaus schränken Mandate die Arbeitgeberautonomie ein. Viele Arbeitgeber entscheiden sich bewusst für PBM-Modelle, bei denen das PBM „im Spiel“ ist – was bedeutet, dass ihre Vergütung von der Sicherung höherer Rabatte abhängt. Durch pauschale Verbote werden Geschäftsinhabern leistungsbasierte Instrumente entzogen und Verhandlungen durch ein von der Regierung diktiertes Modell ersetzt.

Das Risiko der Konsolidierung

Die unbeabsichtigte Folge einer stumpfen Regulierung ist eine Marktkonsolidierung. Boutique-Firmen und mittelständische Unternehmen werden aus dem Geschäft ausscheiden oder von größeren Unternehmen übernommen werden, weil sie nicht mit den hauchdünnen Verwaltungsgebühren überleben können, die ihnen die neuen Regeln auferlegen. Dies schränkt die Wahlmöglichkeiten des Arbeitgebers ein.

Die Auswirkungen gehen über PBMs hinaus: Mittelständische Arbeitgeber könnten den Zugang zu maßgeschneiderten Leistungsdesignspezialisten verlieren, öffentliche Einkäufer könnten weniger Konkurrenz haben und Hersteller könnten mit einer noch kleineren Gruppe von Vermittlern verhandeln.

Ein besserer Ansatz: Käufer stärken, nicht Modelle diktieren

Eine sinnvolle PBM-Reform sollte sich darauf konzentrieren, Käufern Transparenz zu ermöglichen und sicherzustellen, dass sie verstehen, wofür sie bezahlen, anstatt bestimmte Geschäftsmodelle vorzuschreiben.

Richtlinien zur Wahrung der vertraglichen Flexibilität tragen eher zur Aufrechterhaltung des Wettbewerbs bei als pauschale Verbote. In Märkten mit massiven Größenvorteilen haben einheitliche Regeln oft unbeabsichtigte Folgen. Der Gesetzgeber muss es vermeiden, die Wettbewerbsdisziplin abzubauen, die ein vielfältiger Markt bietet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Ziel, die Kosten für verschreibungspflichtige Medikamente zu senken, zwar von entscheidender Bedeutung ist, eine schlecht konzipierte Regulierung jedoch die Gefahr birgt, dass die Macht in den Händen größerer PBMs konzentriert wird, die Wahlmöglichkeiten für Arbeitgeber eingeschränkt werden und letztendlich die Marktkräfte untergraben werden, die für eine effektive Preissenkung erforderlich sind.

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