Medikamente gegen rheumatoide Arthritis und erhöhtes Sonnenbrandrisiko

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Die Behandlung von rheumatoider Arthritis (RA) kann dazu führen, dass Patienten selbst bei kurzer Sonnenexposition unbeabsichtigt anfälliger für Sonnenbrand werden. Bestimmte Medikamente, die üblicherweise zur Behandlung von RA eingesetzt werden, können Lichtempfindlichkeit auslösen – eine Reaktion des Immunsystems, die die Empfindlichkeit der Haut gegenüber ultravioletter (UV) Strahlung erhöht. Dies ist nicht nur ein kosmetisches Problem; Schon ein schwerer Sonnenbrand erhöht das langfristige Hautkrebsrisiko deutlich.

Welche Medikamente erhöhen die Empfindlichkeit?

Mehrere gegen RA verschriebene Medikamente stehen im Zusammenhang mit Lichtempfindlichkeit. Dazu gehören:

  • Methotrexat: Ein krankheitsmodifizierendes Antirheumatikum (DMARD).
  • Azathioprin: Ein weiteres Immunsuppressivum.
  • Cyclosporin: Wird zur Unterdrückung des Immunsystems verwendet.
  • Leflunomid: Ein weiterer DMARD.
  • Hydroxychloroquin: Wird häufig bei RA und Lupus verschrieben.
  • NSAIDs (Naproxen, Ibuprofen): Häufige Schmerzmittel mit Lichtempfindlichkeitsrisiken.

Untersuchungen zeigen, dass Methotrexat und Naproxen die stärksten Hinweise darauf haben, dass sie mit einer erhöhten Sonnenempfindlichkeit in Verbindung stehen. Einige Ärzte verschreiben auch Off-Label-Medikamente wie Mycophenolatmofetil oder Cyclophosphamid gegen RA, die ebenfalls zu dem Problem beitragen können.

Warum das wichtig ist

Das Immunsystem von RA-Patienten hat bereits Schwierigkeiten, Entzündungen zu regulieren. Die Medikamente, die diese Entzündung unterdrücken, können auch die natürlichen Abwehrkräfte der Haut gegen UV-Schäden schwächen.

Die Unvorhersehbarkeit, wie lange diese Medikamente im Körper aktiv bleiben, erschwert den Schutz. Einige Medikamente verschwinden innerhalb von 36 Stunden, während andere länger anhalten. Bei Sonneneinstrahlung ist Vorsicht geboten.

So schützen Sie Ihre Haut

Wenn Sie Medikamente gegen rheumatoide Arthritis einnehmen, befolgen Sie diese Schritte, um das Risiko eines Sonnenbrands zu minimieren:

  • Sonnenschutz: Verwenden Sie täglich einen Breitband-Sonnenschutz (LSF 30+) und tragen Sie ihn alle zwei Stunden oder öfter erneut auf, wenn Sie schwitzen oder schwimmen. Finden Sie eine Formel, die Ihnen gefällt, damit Sie sie konsequent verwenden.
  • Schutzkleidung: Tragen Sie breitkrempige Hüte, lange Ärmel und lange Hosen. Ziehen Sie Sonnenschutzkleidung für empfindliche Haut in Betracht.
  • Sonnenbrille: Schützen Sie Ihre Augen mit einer UV-blockierenden Sonnenbrille.
  • Vermeiden Sie Solarien: Solarien sind genauso gefährlich wie natürliches Sonnenlicht.
  • Regelmäßige Untersuchungen: Suchen Sie jährlich einen Dermatologen zur Hautkrebsvorsorgeuntersuchung auf. Bei rheumatoider Arthritis eingesetzte TNF-Hemmer können das Hautkrebsrisiko erhöhen. Untersuchen Sie Ihre Haut monatlich selbst auf neue oder sich verändernde Muttermale.

Medikamentenalternativen

Wenn Sie unter schwerer Lichtempfindlichkeit leiden, besprechen Sie alternative Medikamente mit Ihrem Arzt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass RA-Medikamente das Sonnenbrandrisiko erheblich erhöhen und damit das Risiko für Hautkrebs erhöhen können. Durch proaktive Sonnenschutzmaßnahmen und die Zusammenarbeit mit einem Arzt können Patienten diese Gefahren minimieren und ihre Gesundheit schützen.