Darmkrebs: Symptome erkennen und der steigende Trend bei jüngeren Erwachsenen

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Darmkrebs, der den Dickdarm oder das Rektum befällt, entwickelt sich im Frühstadium oft ohne erkennbare Symptome. Aus diesem Grund ist ein Screening von entscheidender Bedeutung, auch für diejenigen, die sich gesund fühlen. Während viele Fälle erst im fortgeschrittenen Stadium unentdeckt bleiben, ist das Verständnis potenzieller Anzeichen und Risikofaktoren für eine frühzeitige Diagnose und bessere Behandlungsergebnisse von entscheidender Bedeutung.

Die stille Natur des frühen Darmkrebses

Bei vielen Menschen mit Darmkrebs treten die Symptome erst auf, wenn die Krankheit fortschreitet. Daher ist eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung, die laut der American Cancer Society (https://www.cancer.org/) ab dem 45. Lebensjahr beginnt, unerlässlich. Personen, bei denen die Krankheit, eine entzündliche Darmerkrankung (IBD) oder früherer Darmkrebs in der Familienanamnese aufgetreten ist, sollten früher mit der Vorsorgeuntersuchung beginnen.

Wichtige Symptome, auf die Sie achten sollten

Wenn Symptome auftreten, geht es typischerweise um Veränderungen der Verdauungsfunktion. Dazu gehören:

  • Anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten : Durchfall, Verstopfung oder Stuhlverengung, die mehrere Tage anhält.
  • Rektale Blutung : Hellrotes Blut im Stuhl.
  • Bauchbeschwerden : Krämpfe oder Schmerzen.
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust : Auch Müdigkeit und Schwäche können damit einhergehen.
  • Anämie : Langsamer, chronischer Blutverlust kann zu einer niedrigen Anzahl roter Blutkörperchen führen.

Diese Symptome können andere Erkrankungen wie Hämorrhoiden oder Reizdarmsyndrom imitieren und zu einer verzögerten Diagnose führen. Allerdings sollten anhaltende Symptome immer eine ärztliche Untersuchung veranlassen.

Arten von Darmkrebs

Darmkrebs äußert sich in verschiedenen Formen:

  • Adenokarzinome : Die häufigste Art, die ihren Ursprung in Zellen hat, die den Dickdarm auskleiden.
  • Karzinoidtumoren : Entwickeln sich in hormonproduzierenden Zellen.
  • Gastrointestinale Stomaltumoren : Beginnen in Nervenzellen des Gastrointestinaltrakts.
  • Lymphome : Krebserkrankungen des Immunsystems, die gelegentlich den Dickdarm betreffen.
  • Sarkome : Seltene Krebsarten, die in Blutgefäßen oder Bindegewebe entstehen.

Der Ort des Krebses beeinflusst die Symptome. Linksseitige Tumoren verursachen typischerweise Verdauungsstörungen und Blutungen, während rechtsseitige Tumoren aufgrund der langsameren Blutung eher zu Müdigkeit, Gewichtsverlust und Anämie führen.

Mögliche Komplikationen

Nicht diagnostizierter Darmkrebs kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen:

  • Darmverschluss : Tumore können den Dickdarm verstopfen und Schmerzen und Blähungen verursachen.
  • Darmperforation : Ein Riss in der Dickdarmwand, der zu einer Infektion führt.
  • Schwere Blutung : Möglicherweise lebensbedrohliche Blutung.
  • Metastasierung : Krebs breitet sich auf entfernte Organe wie Leber oder Lunge aus.

Der steigende Trend bei jüngeren Erwachsenen

Historisch gesehen war Darmkrebs vor allem eine Erkrankung älterer Erwachsener. Allerdings steigen die Raten bei Personen unter 50 Jahren stark an. Bis 2030 werden schätzungsweise 15 % aller Fälle bei jüngeren Erwachsenen diagnostiziert. Dieser alarmierende Trend hat die American Cancer Society dazu veranlasst, das empfohlene Screening-Alter auf 45 Jahre zu senken.

Die Gründe für diesen Anstieg werden noch untersucht, aber Lebensstilfaktoren wie Ernährung und Fettleibigkeit könnten eine Rolle spielen.

Warum das wichtig ist

Die zunehmende Prävalenz von Darmkrebs bei jüngeren Erwachsenen unterstreicht die Notwendigkeit einer stärkeren Sensibilisierung und einer früheren Früherkennung. Das Abtun der Symptome als geringfügige Verdauungsprobleme kann die Diagnose verzögern und zu einem Fortschreiten der Krankheit führen. Eine schnelle medizinische Untersuchung ist entscheidend für die Früherkennung und verbesserte Behandlungsergebnisse.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab dem 45. Lebensjahr können präkanzeröse Polypen erkennen und die Krankheit möglicherweise ganz verhindern. Personen mit Risikofaktoren sollten frühere und häufigere Vorsorgeuntersuchungen mit ihrem Arzt besprechen.

Fazit : Anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten, rektale Blutungen oder unerklärlicher Gewichtsverlust sollten nicht ignoriert werden. Die Früherkennung durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bleibt der wirksamste Weg, um dieser wachsenden Gesundheitsgefahr entgegenzuwirken.