RSV bei Erwachsenen: Risiken, Symptome und Prävention

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Das Respiratory Syncytial Virus (RSV) ist nicht nur eine Kinderkrankheit; Erwachsene können infiziert werden und werden es auch tun, und für einige können die Folgen schwerwiegend sein. Während bei den meisten Menschen leichte, erkältungsähnliche Symptome auftreten, besteht bei bestimmten Bevölkerungsgruppen ein erhöhtes Risiko für einen Krankenhausaufenthalt und sogar den Tod. Dies ist auf eine nachlassende Immunität, zugrunde liegende Gesundheitszustände und die Fähigkeit des Virus zurückzuführen, bestehende Atemwegsprobleme zu verschlimmern.

Was ist RSV?

RSV ist ein weit verbreitetes, hoch ansteckendes Virus, das die Lunge und Atemwege infiziert. Die meisten Menschen waren im Alter von zwei Jahren mindestens einmal dem Virus ausgesetzt, doch mit der Zeit nimmt die Immunität ab. Der jüngste Anstieg der Fallzahlen, auch außerhalb der typischen Herbst- und Wintersaison, hat erneut die Aufmerksamkeit auf die möglichen Auswirkungen des Virus auf Erwachsene gelenkt.

Symptome bei Erwachsenen: Mehr als nur eine Erkältung

Bei gesunden Erwachsenen stellt RSV häufig eine typische Infektion der oberen Atemwege dar:

  • Schnupfen
  • Verstopfte Nase
  • Halsschmerzen
  • Husten
  • Müdigkeit
  • Leichtes Fieber

Allerdings sollte ein bellender oder pfeifender Husten Anlass zur Sorge geben, da dies darauf hindeuten kann, dass sich die Infektion auf die unteren Atemwege ausgebreitet hat und eine Bronchiolitis oder Lungenentzündung verursacht hat. Diese Komplikationen treten häufiger bei Personen mit hohem Risiko auf.

Wer ist am gefährdetsten?

Bestimmte Gruppen haben ein deutlich höheres Risiko für eine schwere RSV-Erkrankung:

  • Erwachsene ab 75 Jahren
  • Menschen mit chronischen Herz- oder Lungenerkrankungen (COPD, Asthma, Herzinsuffizienz)
  • Personen mit geschwächtem Immunsystem
  • Personen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Nierenerkrankungen oder Fettleibigkeit
  • Bewohner von Pflegeheimen

Jedes Jahr werden schätzungsweise 160.000 ältere Amerikaner mit RSV ins Krankenhaus eingeliefert, wobei bis zu 10.000 an den Folgen sterben. Dies liegt daran, dass ältere Erwachsene eine verringerte Lungenkapazität und verringerte Atemreserven haben, was sie anfälliger für schwere Erkrankungen macht. Das Virus kann auch bestehende Herz- und Lungenerkrankungen verschlimmern und zu einer höheren Sterblichkeitsrate führen.

Wie verbreitet sich RSV?

RSV verbreitet sich wie andere Atemwegsviren: durch Niesen, Husten und engen Kontakt. Das Virus kann auf Oberflächen stundenlang überleben und Menschen bleiben drei bis acht Tage lang ansteckend, obwohl einige immungeschwächte Personen das Virus bis zu vier Wochen lang verbreiten können.

Diagnose und Tests

Wenn Sie RSV vermuten, kann ein medizinischer Test helfen, die Diagnose zu bestätigen. Ärzte können Antigen- oder PCR-Schnelltests durchführen, um RSV von COVID-19 oder der Grippe zu unterscheiden. Es sind auch Testkits für zu Hause erhältlich, mit denen Sie einen Nasenabstrich entnehmen und ihn zur PCR-Analyse an ein Labor schicken können.

Prävention: Impfung und Hygiene

Die FDA hat drei RSV-Impfstoffe speziell für Erwachsene zugelassen: Arexvy, Abrysvo und mRESVIA. Das CDC empfiehlt die Impfung für alle Erwachsenen ab 75 Jahren sowie für Personen im Alter von 50 bis 74 Jahren mit erhöhten Risikofaktoren. Diese Impfstoffe haben sich als hochwirksam bei der Vorbeugung schwerer Erkrankungen erwiesen.

Über die Impfung hinaus ist eine gute Hygiene von entscheidender Bedeutung:

  • Waschen Sie Ihre Hände häufig mit Wasser und Seife.
  • Vermeiden Sie es, Ihr Gesicht zu berühren.
  • Husten und Niesen abdecken.
  • Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind.
  • Desinfizieren Sie häufig berührte Oberflächen.

Das Fazit

RSV kann Erwachsene betreffen, und obwohl die meisten Fälle mild verlaufen, ist eine schwere Erkrankung möglich, insbesondere bei älteren und immungeschwächten Personen. Eine Impfung kann in Kombination mit grundlegenden Hygienepraktiken das Risiko von Infektionen und Komplikationen erheblich verringern. Um Ihre Gesundheit zu schützen, ist es wichtig, über die Symptome informiert zu bleiben und bei Bedarf ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.