Wie NASCARs Reifenleasing und RFID-Tracking den Rennsport veränderten

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Goodyear stellt nicht nur Reifen für die NASCAR her. Sie konstruieren sie. Die Partnerschaft umfasst drei Serien und ein strenges Testprotokoll, das beginnt, lange bevor die grüne Flagge fällt. Goodyear wählt bestimmte Fahrer aller vier Hersteller aus. Sie wählen Tracks aus, die die besten Daten liefern. Diese Fahrer treten mit ihren eigenen Autos und Teams an. Sie laufen Runde für Runde. Ingenieure zeichnen Reifentemperaturen auf. Sie protokollieren alles. Zurück in der Produktionsanlage analysieren Chemiker die Daten. Sie bestimmen die richtige Mischung für die nächste Gummicharge. Ein Compound ist eine chemische Mischung aus Gummi und Polymeren. Es gibt Kraft. Es sorgt für Langlebigkeit. Am wichtigsten ist, dass es Halt bietet.

Die Wissenschaft des Grips: Bristol vs. Las Vegas

Nicht alle Tracks sind gleich. Die Ingenieure von Goodyear in Akron, Ohio, passen die Reifen an den Asphalt an. Jeder Rennbelag ist einzigartig. Der Bristol Motor Speedway in Tennessee besteht aus rauem Beton. Reifen brauchen dort außergewöhnlichen Grip. Der Las Vegas Motor Speedway besteht aus glattem Asphalt. Derselbe Reifen fällt auf dem Streifen aus. Ingenieure suchen nach der perfekten Kombination. Sie bauen wettbewerbsfähige Reifen für bestimmte Veranstaltungsorte. Es ist ein Balanceakt zwischen Geschwindigkeit und Langlebigkeit.

Der Wandel 2006: Vom Verkauf zum Leasing

Vor 2006 war das System kaputt. Die Teams kauften bei jedem Rennen Reifen von Goodyear. Gut finanzierte Teams wie Hendrick Motorsports, Rousch-Fenway Racing und Joe Gibbs Racing kauften mehr, als sie brauchten. Den Überschuss nutzten sie für private Tests. Große Teams haben sich einen unfairen Vorteil verschafft. Die NASCAR-Funktionäre erkannten die Ungleichheit. Deshalb änderten sie 2006 die Regeln. Goodyear vermietet nun an Rennwochenenden Reifen an jedes Team.

Die Reifen kommen zurück. Sie werden recycelt. Um diesen Bestand zu verfolgen, implantiert Goodyear kleine RFID-Chips in jeden Reifen. Mithilfe der Funkfrequenzerkennung kann NASCAR die Nutzung überwachen. Über die Rennwochenenden hinaus vermietet Goodyear 200 Reifen an Sprint-Cup-Teams. Sie stellen 160 für die Nationwide Series zur Verfügung. Sie liefern 120 für die Craftsman Truck-Serie. Diese gelten für nicht genehmigte Strecken. Die RFID-Chips sorgen dafür, dass keine unbefugten Prüfscheine durchgehen.

Testen ist jetzt ein Premium-Asset

In der Vergangenheit betrachteten einige Teams Reifentests als lästig. Jetzt ist es ein heißes Gut. NASCAR begrenzt die Anzahl der Tests. Ziel ist es, den Wettbewerb auszugleichen und die Kosten zu senken. Testen steht an erster Stelle. Teams schätzen jede Runde. Sie sehen, wie kritisch dieser Prozess ist. Aber Fahrer wollen Rennen fahren. Fans wollen, dass Grenzen überschritten werden. Der nächste Schritt ist die Vorbereitung auf den Renntag.

Der Indianapolis-Vorfall von 2008

Ein Reifenschaden kann ein Rennen zum Scheitern bringen. Beim Allstate 400 2008 auf dem Indianapolis Motor Speedway sorgte unsachgemäßer Reifenverschleiß für Chaos. NASCAR warf wiederholt Warnflaggen des Wettbewerbs. Die Autos konnten nicht 18 Runden mit grüner Flagge ohne Boxenstopp fahren. Es war ein Chaos. Goodyear reagierte mit groß angelegten Reifentests im Herbst 2008 und Frühjahr 2009. Der Vorfall löste eine Debatte aus. Sollte NASCAR ein eigenes Reifentestteam haben? Derzeit verlässt sich Goodyear auf ausgewählte Teams und eine Handvoll Strecken. Ein internes Team würde eine schnellere Entwicklung für bestimmte Veranstaltungsorte ermöglichen.

Der Allstate 400 von 2008 hat alles verändert. Es hat die Art und Weise verändert, wie Reifen getestet werden. Es hat die Art und Weise verändert, wie sie entwickelt werden. Der Sport ging voran. Die Reifen folgten.