Essen für zwei: Wie eine planetarische Gesundheitsdiät sowohl Ihnen als auch der Erde zugute kommt

0
14

Für viele fühlen sich die Konzepte „gesunde Ernährung“ und „ökologische Nachhaltigkeit“ wie zwei verschiedene Kämpfe an. Einer konzentriert sich auf die persönliche Langlebigkeit und Ernährung, während der andere sich auf globale Ökologie und Ressourcenmanagement konzentriert. Neue Forschungsergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass diese beiden Ziele eng miteinander verbunden sind.

Eine aktuelle Studie hat hervorgehoben, dass die Befolgung einer Planetary Health Diet – ein Rahmenwerk, das darauf abzielt, die menschliche Ernährung mit den Kapazitäten der Erde in Einklang zu bringen – gleichzeitig die Qualität der Ernährung verbessern und den ökologischen Fußabdruck des Einzelnen erheblich reduzieren kann.

Die Wissenschaft hinter dem Teller

Die Studie konzentrierte sich auf die Planetary Health Diet, ein von der EAT-Lancet Commission entwickeltes Rahmenwerk. Bei diesem Ernährungsmodell handelt es sich nicht um eine restriktive „Mode“-Diät; Vielmehr handelt es sich um eine Ernährungs-Roadmap, die Folgendes priorisiert:
– Vollkornprodukte, Obst und Gemüse
– Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen
– Ungesättigte Öle (z. B. Olivenöl)

Umgekehrt wird empfohlen, den Verzehr von rotem Fleisch, zugesetztem Zucker und raffiniertem Getreide zu begrenzen.

Um die Wirkung dieser Diät zu testen, bewerteten die Forscher 571 Erwachsene anhand von zwei Hauptmetriken: dem Planetary Health Diet Index (um zu sehen, wie genau sie sich an das Rahmenwerk hielten) und dem Healthy Eating Index-2020 (zur Messung der allgemeinen Ernährungsqualität). Sie verfolgten auch den CO2- und Wasser-Fußabdruck, der durch die Lebensmittelauswahl der Teilnehmer entsteht.

Wichtigste Erkenntnisse:

  • Überlegene Ernährung: Diejenigen, die sich am genauesten an die Planetary Health Diet hielten, hatten neunmal höhere Wahrscheinlichkeit, sich qualitativ hochwertig zu ernähren als diejenigen, die sie am wenigsten befolgten.
  • Geringere Umweltbelastung: Eine höhere Einhaltung war direkt mit einer Reduzierung sowohl des CO2-Fußabdrucks als auch des Wasser-Fußabdrucks verbunden.
  • Der Vitamin-B12-Vorbehalt: Da die Diät den Fleischkonsum einschränkt, stellten die Forscher einen Trend zu einer verringerten Vitamin-B12 -Aufnahme bei Teilnehmern mit hoher Therapietreue fest. Dies deutet darauf hin, dass die Ernährung zwar äußerst vorteilhaft ist, sich der Einzelne jedoch möglicherweise auf hochwertige, regenerativ gezüchtete tierische Produkte oder Nahrungsergänzungsmittel konzentrieren muss, um den Gehalt an essentiellen Nährstoffen aufrechtzuerhalten.

Praktische Schritte: So gelingt der Übergang

Der Übergang zu einer nachhaltigen Ernährung erfordert nicht, dass Sie Ihre Küche über Nacht umgestalten. Stattdessen geht es darum, bei der Essenszubereitung bewusste, schrittweise Änderungen bei den Prioritäten vorzunehmen, die Sie priorisieren.

1. Machen Sie Pflanzen zum Hauptereignis

Betrachten Sie Fleisch nicht als Mittelpunkt der Mahlzeit, sondern betrachten Sie Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte und Vollkorn als Hauptbestandteile Ihres Tellers.

2. Diversifizieren Sie Ihre Proteine

  • Fisch hinzufügen: Versuchen Sie, mindestens zwei Portionen fetten Fisch (wie Lachs, Makrele oder Sardinen) pro Woche zu sich zu nehmen. Dies liefert wichtige Nährstoffe und verringert gleichzeitig die Abhängigkeit von landintensivem Fleisch.
  • Boost Hülsenfrüchte: Versuchen Sie, täglich eine ¼ bis ½ Tasse Bohnen oder Linsen zu sich zu nehmen. Sie sind kostengünstig, reich an Ballaststoffen und vielseitig einsetzbar für Suppen, Salate oder Müslischalen.

3. Wählen Sie „Ganz“ statt „Verfeinert“

Tauschen Sie raffiniertes Weißbrot und verarbeitetes Getreide gegen Vollkornalternativen wie Quinoa, Farro, Gerste oder braunen Reis. Priorisieren Sie auch Nüsse und Samen als Snacks, um die Aufnahme gesunder Fette zu erhöhen.

4. Achte auf Fette und Zucker

  • Gesunde Fette: Verwenden Sie ungesättigte Öle wie Olivenöl als primäres Speisefett, um die Herzgesundheit zu unterstützen.
  • Verarbeitung reduzieren: Auch wenn ein vollständiger Verzicht nicht notwendig ist, ist die Reduzierung der Häufigkeit hochverarbeiteter Lebensmittel und zugesetzter Zucker eine wichtige Säule sowohl für die Ernährungs- als auch für die Umweltgesundheit.

Zusammenfassung

Die Planetary Health Diet zeigt, dass persönliches Wohlbefinden und ökologische Verantwortung sich nicht ausschließen. Durch die Umstellung auf pflanzliche, vollwertige Ernährung können Einzelpersonen ihr Ernährungsprofil verbessern und gleichzeitig ihre Auswirkungen auf die Ressourcen des Planeten verringern.